In den letzten Jahren hat der Anteil an leeren Mietwohnungen in der Schweiz stetig zugenommen. 2019 lag er bei 1,66% und war damit so hoch wie schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. In diesem Beitrag geht es darum, den Leerstand zu erklären und seine Bedeutung für Mieter und Vermieter zu verstehen.
Obwohl immer weniger neue Mietwohnungen geplant werden, steigt der Leerstand in der Schweiz. Dies liegt unter anderem daran, dass die Bautätigkeit hoch bleibt, es zugleich aber weniger Baugesuche gibt. Ausserdem wird in vielen Fällen am falschen Ort gebaut, nämlich dort, wo schon viele Wohnungen leer stehen. Dies ist beispielsweise im Kanton Aargau der Fall.
Experten schätzen, dass sich der Leerstand von Schweizer Mietwohnungen unterschiedlich entwickelt. Während im Unterwallis, in Solothurn und in Olten immer mehr Wohnungen leer werden, entspannt sich die Lage in Zürich und in Zug und Graubünden in den letzten Monaten wieder.
Ein Überangebot an Mietwohnungen baut sich nur langsam ab. Der Trend hin zum Leerstand könnte in der ganzen Schweiz noch einige Jahre weitergehen, bevor er sich langsam wieder wendet. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Markt können für weitere Änderungen im Immobilienzyklus sorgen – lesen Sie hier mehr dazu.
Zusammengefasst sind in der Schweiz vor allem die folgenden Gründe für Leerstände vorhanden:
Die Tatsache, dass in der Schweiz recht viele Mietwohnungen leer stehen, ist für Mieter eine gute Nachricht. Denn für sie ist es so einfacher, eine neue Wohnung zu finden. Vor allem ausserhalb der Zentren übersteigt das Angebot die Nachfrage. Zudem geraten die Mieten unter Druck, werden also günstiger.
Für Mieter bedeuten die Leerstände auch, dass es sich eventuell lohnt, selbst eine Wohnung zu kaufen. Die aktuell sehr niedrigen Zinsen machen den Wohnungs- oder Hauskauf günstig. Jedoch sollten Sie das gekaufte Objekt selbst nutzen, anstatt es weiterzuvermieten. Denn vor allem die Vermieter einzelner Wohnungen sind vom Leerstand und damit vom Mietausfall betroffen.
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Übrigens: Wenn Sie selbst Ihre Mietwohnung leer stehen lassen möchten, ist dies in der Schweiz erlaubt. Jedoch müssen Sie auch bei längerer Abwesenheit pünktlich die volle Miete zahlen. Zudem sollten Sie Ihren Vermieter informieren und gewährleisten, dass Sie weiterhin Ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen.
Diese Obhuts- und Sorgfaltspflichten haben Mieter:
Für Vermieter ist der Leerstand von Mietwohnungen in der Schweiz hingegen keine gute Nachricht. Die sinkenden Mietzinse sowie die gleichbleibende Nachfrage führt dazu, dass immer mehr Vermieter das Risiko eines Leerstands haben. Während dieser Zeit müssen Sie weiterhin die Nebenkosten für das Objekt zahlen. Auf der anderen Seite kann sich der Mietverlust positiv auf die Steuererklärung auswirken, denn den Verlust der Mieteinnahmen können Sie von den Einnahmen abziehen und so die Steuerlast reduzieren.
Insbesondere kleine Investoren geraten durch den Trend von mehr und mehr Leerstand unter Druck. Denn grosse Investoren haben meist attraktive Objekte und eine professionelle Bewirtschaftung, aber als Privatperson fehlen Ihnen typischerweise die Mittel, um im zunehmenden Wettbewerb zu bestehen. Aber keine Sorge, wir von Properti helfen Ihnen gern mit hochmodernen Lösungen, viel Einfühlungsvermögen und jahrelanger Erfahrung – nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf!
Noch ein wichtiger Hinweis: Der absichtliche lange Leerstand zur Spekulation ist in der Schweiz grundsätzlich nicht erlaubt. Informieren Sie sich am besten bei Ihrem Kanton zu den Regeln für die Zweckentfremdung. Dies gilt auch für die tage- oder wochenweise Vermietung. Letztere ist nur dann erlaubt, wenn Sie die Wohnung auch selbst bewohnen.
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