Häufige K.O.-Kriterien beim Immobilienverkauf

Neue versus sanierungsbedürftige Fassade einer Immobilie


Für den ersten Blick gibt es keine zweite Chance! Viele Eigentümer:innen sehen aufgrund der derzeitigen Preislage ein günstiges Zeitfenster für den Immobilienverkauf. Damit sie hierbei erfolgreich sind, sollten sie eines tun: sich vor den K.O.-Kriterien beim Verkauf schützen.

Wird nach dem Bau einer Immobilie über einen längeren Zeitraum nicht in diese investiert, kann sich dies nachteilig auf die Substanz des Gebäudes und damit auf den Wert auswirken. Das Gleiche gilt, wenn die Immobilie energetisch nicht auf dem neuesten Stand ist oder eine notwendige Modernisierung des Eigenheims nicht durchgeführt wird. Wenn die Eigentümer:innen die Immobilie selbst nutzen und bewohnen, mag dies zunächst keine grosse Rolle spielen – ist sie jedoch als Teil der Altersvorsorge geplant, kann eine unterlassene Sanierung finanziell «schmerzhafte» Folgen haben.

Tipp: In unserem Beitrag zur Wertsteigerung einer Immobilie durch Modernisierung, erfahren Sie als Eigenheimbesitzer:in zusätzlich, wann welche Massnahmen zu empfehlen sind, was diese kosten und welche Förderungen denkbar sind.

Kein wettbewerbsfähiger Preis

Bei der aktuell gegebenen hohen Nachfrage kann die Situation verlockend sein, den Verkaufspreis in die Höhe zu treiben. Verkäufer:innen sollten sich immer die Frage stellen: «Kenne ich den aktuellen Wert meiner Immobilie?» Denn ausschlaggebend für den Verkaufserfolg ist es, den Preis weder zu hoch noch zu tief anzusetzen. Käufer:innen, die online nach einem Objekt innerhalb eines bestimmten Budgets suchen, sehen die Immobilie bei einer unrealistischen Bepreisung möglicherweise gar nicht. Ein strategisches Preisschild wird letztlich mehr Interessenten anziehen, die den Preis – beispielsweise bei einem organisierten Bieterverfahren – immer noch in die Höhe treiben können. Fazit: Ist der Preis zu hoch, kann das den Wettbewerb erheblich einschränken. Ist er zu tief, verfälscht sich die Zielgruppe der Interessierten.


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Sanierungsbedürftigkeit vernachlässigen

Regelmässige Kontrollen verhindern grössere Schäden! Wenn kleinere Mängel an Immobilien schnell erkannt und ebenso schnell behoben werden, bleibt der finanzielle Aufwand für Reparaturen meist gering. Von der Inspektion der Heizkörper, Dielen, Fenster und Türen, über den Lichtschacht bis hin zu Leitungen und Dachkonstruktionen: Mit einer angemessenen Beratung und einer wegweisenden Checkliste bleibt man als Eigentümer:in immer auf dem neuesten Stand. Wird bei diesen Überprüfungen ein Reparaturbedarf festgestellt, sollten diese so schnell wie möglich durchgeführt werden. Warum? Weil so der Aufwand und die Kosten in der Regel deutlich geringer ausfallen als bei einer späteren, aufgeschobenen Renovierung. Gerade bei einem geplanten Verkauf der Immobilie fordern unterlassene Investitionen ihren Tribut. Soll der Wert des Gebäudes im Vorfeld gesteigert werden, muss meist eine grössere Summe investiert werden.

Tipp: Lesen Sie hier, wie sich wertvermehrende und werterhaltende Investitionen voneinander unterscheiden, welche Ausnahmen es gibt und wie Sie beim Renovieren Steuern sparen können.

Graph, welcher die häufig genannten K.O.-Kriterien bei der Vermarktung von Immobilien abbildet
Die K.O.-Kriterien beim Immobilienverkauf liegen laut einer Umfrage mit regionalen Immobilienmakler:innen von Properti vor allem in der Sanierungsbedürftigkeit, Lage und Preisbestimmung von Immobilien. Die Wichtigkeit des energetischen Zustands nimmt dabei von Jahr zu Jahr zu.

Energetische Sanierung ignorieren

Die energetische Sanierung von Altbauten ist ein Thema, das nicht nur für den Verkauf von Immobilien eine Rolle spielt. Nachhaltiges Bauen, Investitionen in Immobilien mit hohen Nachhaltigkeitsstandards sowie die Förderung von Grünflächen, Sickerflächen und anderen klimafreundlichen Massnahmen sind wichtige Herausforderungen für Gemeinden und Kantone – seit Aufkommen des Schweizer CO2-Gesetzes unter bestimmten Voraussetzungen sogar vorgeschrieben. Dennoch handelt es sich bei den Klimaanstrengungen auch für Eigentümer:innen, die in Immobilien investieren, um gute Neuigkeiten. Schliesslich bleiben klimafreundliche Immobilien langfristig attraktiv. Objekte mit einer CO2- neutralen Wärmepumpe, Solarzellen und guter Belüftung werden je länger je mehr an Wichtigkeit gewinnen. Immer mehr Menschen legen nicht nur Wert darauf, nachhaltig zu wohnen, sondern sehen auch die Notwendigkeit dahinter. Eine unterlassene Investition in eine Sanierung in Höhe von einigen Tausend Franken kann den Kaufpreis durchaus um einen fünfstelligen Betrag reduzieren.


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Fehlender Ausstattungsstandard

Modernisierung steigert den Gebäudewert! Neben der energetischen Sanierung der Immobilie spielt auch der Komfort und die Innenausstattung der Wohnräume eine grosse Rolle. Neben einem regelmässigen Anstrich der Innenwände sind auch die Modernisierung von Sanitärräumen, Böden, Balkon oder Terrasse sinnvolle Massnahmen, mit denen sich der Wert eines Gebäudes positiv beeinflussen lässt. Das gilt natürlich auch für den Garten, den Vorgarten, bzw. den gesamten Aussenbereich, sowie für Sauna, Pool oder andere exklusive Einrichtungen. Werden alle zur Immobilie gehörenden Bauteile regelmässig gepflegt und bei Bedarf gewartet oder repariert, bleibt der Wert der gesamten Immobilie erhalten und bildet die perfekte Altersvorsorge im hohen Alter.

Innovation verpassen

Technologische Innovationen sind langsam aber sicher auch in der Immobilienbranche angekommen, wobei die Pandemie die Wichtigkeit von einem Zuhause und den Aspekt, wie Immobilien besichtigt werden, ein für allemal verändert hat. Dabei gab es nur wenige Makler:innen, welche schon vor der Pandemie erkannt haben, dass virtuelle 360°-Touren das Immobilienmarketing revolutionieren werden. Ein grosser Fehler im Immobilienverkauf unterläuft vor allem denjenigen, die diese ausgeklügelten Technologien nicht nutzen. Laut dem Handelsverband «National Association of Realtors» unterstützen virtuelle Besichtigungen Interessierte effektiv bei der Entscheidungsfindung für den Kauf einer Immobilie. Das zeigt sich vor allem daran, dass der Prozentsatz der vergeudeten Besichtigungen deutlich sinkt. So verringern virtuelle Rundgänge die Zahl sogenannter Besichtigungstouristen um mehr als 40% und sparen allen Beteiligten damit das wertvollste aller Güter, nämlich Zeit – und Nerven. Die Statistiken zeigen auch, dass 75% aller Kundenentscheidungen durch virtuelle Touren positiv beeinflusst werden, wobei die Tendenz für eine selektierte Auswahl an «echten Interessierten» in der Schweiz jährlich spürbar steigt.


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